Die Krise trifft alle Musikverleger

Die Krise trifft alle Verleger in Deutschland.

Die geschäftliche Entwicklung bei den Musikverlagen ist äusserst angespannt.

Fachleute sind sich einig, hier werden es dramatiche Veränderungen und Schliessungen geben.

Was auffällt ist die Tatsache dass die Musikverleger ihre „Frühere Top Einnahmequelle“ jetzt wieder entdecken.

Jedoch für die Verleger bietet gerade der Bereich der U-Musik vom Alleinunterhalter bis zur Big Band nur noch schwache Einnahmen.

Vor Jahren hat man bewusst die Livemusik „Keine Zukunft“ eingeräumt und auf zeitgemässere Einnahmequellen gesetzt.Bei den meisten Verleger ist dies aber bis heute ein absoluter Reinfall. Die Erwartungen der entsprechenden Einahmen aus sozialen Medien sind bis Dato mehr als eine Entäuschung.

Jetzt in der Corona-Krise erinnert man sich der Musiker die mit den vielen Möglichkeiten die Verlagstitel öffentlich präsentieren.

Zudem hat das ganze auch personalpolitische Hintergedanken.

Die Auswirkungen und die Grössenordnung der Verluste werden im hohen Millionen-Bereich liegen.

Kleine Musikverleger haben bedingt durch das vor Jahren eingeführte Abrechnungssystem INKA kaum noch Einnahme zu verzeichnen.

In der heutigen Zeit einen Musikverlag mit den nachweislich entsprechenden Einnahmen zu verkaufen ist wirtschaftlich vollkommen zwecklos.

Auch eines sollte hier nicht unerwähnt bleiben, gerade im Bereich der Gastronomie haben ins besondere Deutsche Musikverleger sich in den letzten Jahren nicht gerade Koperativ verhalten, alles nach dem Motto: „ Nutzungsrechte werden schon bezahlt-“.

Auf das sogennannte Papiergeschäft, also der Verkauf von Noten- und Musikbücher ist um ein vielfaches eingebrochen.Ebenfalls die Lizenzierungen im Bühnen- und Konzertveranstaltungsbereich schwächelt stark.

Gerade im Sync-Bereich, ist der Stopp von Film und Fernsehproduktionen eindeutig erkennbar und sorgt für weitere Verluste.

Administrative Prozesse brechen vollkommen weg.Die Gesamtlage ist mehr als angespannt und wird auch in der Musikverlegerbranche zu Entlassungen von Mitarbeiter führen.

Die schwierige Situation durch die Corona-Pandemie ist allen bekannt, jedoch nun alles auf Corona zu schieben entspricht nicht der Realität.Der nicht nachvollziehende Weg nach der Devise frühere Jahre in der Wirtschaft, zeigt nun auch im Musikverlegerbereich seine Auswirkung „Jedes Jahr steigende Einnahmen“ ist wohl entgültig vorbei.

Wer an der Ureinnahme der Musikverleger nähmlich der Livemusik aller Genre mächtig rüttelt, der wird in Zukunft noch mehr Einbrüche verzeichnen.

Die Verleger, die wie gesagt diesen Einnahmennbereich bereits vor Jahren keinerlei Aufmerksamtkeit gewidmet haben, werden in dem Bereich nur schwache oder kaum noch Einnahmen erzielen.

Ich spreche von fast 45 Jahre Erfahrung in der Szene, nach dem Motto: „Alles für die Livemusik“ und das Deutschlandweit für mehrere Musikverlage, die auch heute meine Dienste schätzen.

Ein Land ohne Livemusik und Liveshow gehört keinerlei Zukunft.

Quelle: MW/FAZ/Josef Körver

Josef Körver / 13.07.2020

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1 Antwort

  1. Hanna Stein sagt:

    Hanna Stein. Was für ein Artikel, vieles ist mir vollkommen neu. Danke für die Info von einem wirklichen Szennenkenner.

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