Oktoberfest – Bräurosl Aus nach 83 Jahren

Bis 1936 reicht die Oktoberfest-Tradition der Familie Heide: Nun gibt sie die Bräurosl auf. Georg Heide (67) glaubt, dass auch 2021 keine Wiesn stattfinden wird.

München – Sie schauen sehr ernst aus. Als die Wirtsleute und Nun-nicht-mehr-Wiesnwirte Georg Heide und seine Tochter Daniela vor die Presse treten, sieht man ihnen an, wie sehr sie mit dieser Entscheidung gerungen haben. Georg Heide kämpft offenbar mit den Tränen, als er gefragt wird, wie er sich fühlt. Er schluckt mehrmals, dann antwortet der 67-Jährige: „Müde und schwer. Aber ich denke, es war die richtige Entscheidung.“

Das Oktoberfest war sein Leben – und das seiner Familie. Urgroßvater Georg Heide hatte die Bräurosl 1936 übernommen. Auf ihn folgte nach dem Zweiten Weltkrieg Wiesn-Legende und Sprecher der Wiesnwirte Willy Heide. Er initiierte auch das Platzkonzert vor der Bavaria. Renate und Georg Heide führten das Hacker -Pschorr-Festzelt seit 2002, dann stieg mit Daniela und Pascal Heide die vierte Generation mit ein.

Oktoberfest 2021:Wirtefamilie Heide gibt Bräurosl ab

2019 wird nun als das letzte Bräurosl-Jahr in die Familiengeschichte eingehen. Als Hauptgrund nennen Heides das finanzielle Risiko. Zehn Mitarbeiter müssten das ganze Jahr bezahlt werden, um die (mindestens) 16 Tage Oktoberfest zu planen und zu organisieren. „Wir sind ein Familienunternehmen. Wie soll man diese Kosten gegenfinanzieren?“, fragt Tochter Daniela (38). „Das ist für uns finanziell nicht rechenbar.“ Georg Heide (67) sagte zur AZ: „Ich denke, es wird zwei Jahre keine Wiesn geben. So ein Zelt ist wahrscheinlich eine Virenschleuder – das muss man wohl so sehen.“

Quelle: MA (Auszug).

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